Artikel-Schlagworte: „Teneriffa“
Als aktiver Mensch war es seit eh und je für mich klar auch einen aktiven Urlaub zu gestalten. Ich konnte nicht verstehen, wie die sogenannten Sonnenurlauber es fertig bringen täglich am Strand oder Pool in der Sonne zu liegen, Romane zu lesen oder ihren Schlaf nachzuholen, den sie aufgrund einer Partyorgie in der Nacht nicht bekommen haben. Für mich war klar: Urlaub ist Abenteuer, Bewegung und Spaß beim Erkunden von Land und Leuten. Aus diesem Grund war natürlich die Planung selbstverständlich Richtung Skilaufen, Bergwandern, Seminarreise oder Golfreise ausgerichtet. Der Ablauf begann schon morgens nach dem Frühstück mit Routenplanung und auf ging es in den aktiven Erlebnistag. Ich habe dies immer sehr genossen und natürlich kamen auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz oder ein kleiner „Einkehrschwung”. Jeder Tag brachte andere Höhepunkte aus der Natur, der Begegnung mit neuen Menschen oder allein dem Kennenlernen der eigenen Grenzen. Die sportliche Herausforderung oder auch der Mut etwas schwieriges zu meistern war für mich einfach das was ich mir unter Urlaub vorgestellt habe. Abends dann ein wohlverdientes tolles Essen, schöne Weine genießen und sich auf den nächsten Tag freuen. Aktivurlaub für Körper und Geist. Nun es mag daran liegen daß ich einige Lenze mehr zähle oder daran, daß ich durch meine selbständige Tätigkeit die ich vor einigen Jahren gegründet habe die Perspektive verändert habe. Vorher war mein Arbeitsalltag geregelt und die ein oder andere Streßsituation fiel kaum ins Gewicht. Da war der Urlaub Nun ist mein Leben jeden Tag anspruchsvoll, ich komme täglich mit neuen Menschen in Kontakt und bin viel unterwegs. Beruflich orientiert lerne ich viele Orte kennen, teilweise auch international und meine ständige Herausforderung besteht in Wachstum und Expansion. Nun wurde ich auf die Sonneninsel Teneriffa eingeladen und war mir nicht sicher ob ich dies wirklich annehmen sollte. Meine Erwartung war nicht sehr hoch und ich hatte mich schon mit Fachliteratur bewaffnet um die drohende Langeweile zu überbrücken. Rückblickend muß ich heute noch schmunzeln. …mit Fachliteratur in den Urlaub…sehr verlockend, smile. Die Reise fand an Ostern statt und Deutschland lag im Schnee. Sehr ungemütlich. Unter diesem Aspekt fand ich es sehr angenehm zeitgleich in der Sonne zu liegen bei angenehmen 24 Grad Celsius. Ich hatte wie erwähnt nicht viel erwartet und von Teneriffa auch nicht allzu viel gehört. Der Süden soll karg sein, wie eine Mondlandschaft und im Norden soll es üppiger sein und häufiger regnen. Na toll. Diese Aussage kann ich nur bestätigen und mein erster Eindruck bei der Fahrt über die Insel zum Südzipfel Teneriffas war nicht gerade euphorisch. Jedoch die Hotelanlage hat mit einem Mal alles herausgerissen. Individuell gestaltet und von A - Z gut geplant hatte ich von der Terrasse aus einen atemberaubenden Blick hinab über einen prächtigen Palmengarten weiter über zahlreiche Poollandschaften hinaus auf den Atlantik. Hinter mir der wolkenverhangene Teide, vor mir glasklare sonnige Ausblicke über die charmante Hotelanlage. Die gesamte Planung der Hotelanlage war geschickt in die Umgebung eingefügt und auch die Ausstattung von Zimmern und Spa Bereich war wirklich schön. Morgens begann es mit einem Frühstück das keine Wünsche offen ließ und dazu dem atemberaubenden Blick über das Palmenparadies. Dann ging es zum Pool und ich konnte mich gar nicht satt sehen am dirkekt vor mir liegenden Atlantik. Ich konnte ausspannen. Weiter ging es mit Ayurvedischer Massage, dann wieder relaxen. Zur Abwechslung mal ein Ausflug in den tropischen Norden und in den Loropark. Diesen Besuch hatte ich mir immer schon einmal gewünscht und war begeistert. Somit verging eine ganze Woche mit nichtstun. Und es war an jedem Tag ein anderes Nichts. Ich hatte es bislang noch nicht kennengelernt. Diese Leichtigkeit des Seins und sich einfach einmal treiben zu lassen. Bestens erholt und voller Schaffenskraft ging es dann wieder nach Hause und ich werde mein Urlaubsspektrum auf jeden Fall Richtung Sonne und Wellnessreise erweitern - ohne Fachliteratur;-)