Auswandern ist gerade sehr in Mode. Diesen Eindruck mag man schnell bekommen denn in allen Medien boomen die Berichte und die ein oder andere Familie bekommt unerwartete Berühmtheit und wird zum Publikumsliebling. Im Rahmen dieser Berichterstattungen taucht eine Tatsache immer wieder auf: deutsche Spezialitäten wie Wurstwaren, Käse oder Bier sind oft ein Sprungbrett bei der Planung der beruflichen Zukunft in der neuen Heimat. Hier wird sich auf alte Werte der Produktion, auf Vorlieben der Genußvariationen der neuen Landsleute und auf handwerkliches Geschick kombiniert mit Ideenvielfalt besonnen. Und gerade hier scheiden sich dann die Geister und so mancher Traum geht in Erfüllung oder geht ungeahnt in Scherben auf. Besonders die Gastronomie übt mit ihrer abwechslungsreichen Erscheinung eine attraktive Anziehungskraft auf Newcomer aus. Die Leichtigkeit des Seins, das savoir vivre, reizvolles Gästeklientelle und im Rahmen vieler neuer Trend und Kochshows auch Aufmerksamkeit und eine gute lobby verlocken so manchen dazu sich auch einmal in der Gastronomie zu versuchen. Besonders der Neuanfang als Gastronom im Ausland scheint mit den im Urlaub gemachten Erfahrungen beim Abendcocktail in den Strandbars in Kombination mit Sonne und Urlaubsstimmung ein großes Potenzial zu bergen. Und das ist auch so. Was liegt denn näher als die Spezialitäten auf die hier beim Deutschlandurlaub die ausländischen Besucher nur so fliegen mehr oder weniger zu exportieren? So macht sich die „German Wheißwurscht mit Kraut” im weißblauen Bavarian Style nicht nur in Las Vegas und auf der Wallstreet gut sondern ist mit ein wenig Feintuning der Garantiegewinn um in der neuen Heimat Fuß zu fassen. Im Rahmen dieser Reportagen sieht man dann auch erfolgreiche Auswanderer die eben diese Marktlücke der Deutschen Wurst oder auch Backwaren in fernen Ländern erfolgreich etabliert haben und die Gäste strömen nur so heran um die begehrten Spezialitäten genußvoll zu verzehren. Wie so oft hat die Medallie aber auch hier zwei Seiten. Was so spielend leicht erscheint und nach dem Traum „vom Tellerwäscher zum Millionär” aussieht hat in der Realität stets etwas mit enormem persönlichen Einsatz, Durchhaltevermögen und klaren Zielen und Planungen zu tun. Qualitätsdenken und konsequentes Lösungsorientiertes Denken läßt solche „Macher” tatsächlich überdurchschnittlich erfolgreich werden. Wer nur das traumhafte Endergebnis sieht und dies mit erträumtem Minimalaufwand erreichen will findet sich allerdings schnell mit einem Rückfahrticket und einem großen Erwachen auf dem Flugplatz oder in der deutschen Botschaft wider. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist nach wie vor Realität, allerdings muß man das Zeug dazu mitbringen um aus seinem Traum auch ein erreichtes Ziel zu machen. Diese erfreulichen Berichte von Neubeginnern in Südafrika, China, Kanada, Japan oder auch Europa sind dann immer wieder ein Vorbild und zeigen: es geht! Mit Herz und Hand kann jeder seine Zukunft neu gestalten und die Gastronomie ist auch hier ein guter Schlüssel zum Glück. Allerdings braucht man die Einsatzbereitschaft wie in jedem anderen Beruf diese Herausforderung anzunehmen und unbeirrbar seinen Erfolgkurs zu gehen. Auf der Suche nach der ständigen Verbesserung - Beruf kommt halt von Berufung und die Gastronomie ist eine Leidenschaft.